Beipackzettel lesen



Beipackzettel lesen

Forscher untersuchten 8.000 Teilnehmer, die älter als 50 Jahre alt waren, auf ihr medizinisches Leseverständnis. In der Studie wurden ihnen ein Auszug aus dem Beipackzettel des bekannten und weit verbreiteten Aspirins vorgelegt. Danach mussten sie vier einfache Testfragen zum Inhalt beantworten.
 
Es ist kein Scherz: Wer die Beipackzettel von Medikamenten nicht versteht, stirbt eher!
 
Vor 2 Monaten kam eine Studie auf den Markt in der Teilnehmer Fragen zu Packungsbeilagen beantworten mussten. Obwohl sie im Beipackzettel nachlesen durften, hatte jeder dritte Teilnehmer Probleme die Fragen zu beantworten. Untersuchungen haben ergeben, dass die Studienteilnehmer mit schlechtem Leseverständnis ein um 40% höheres Risiko hatten in den folgenden 5 Jahren zu sterben, als diejenigen Teilnehmer die alle Antworten richtig hatten.  Hatte ein Teilnehmer nur eine falsche Antwort, hat sich das Sterberisiko um 15% erhöht.

In der Studie wurden alle sozioökonomischen Aspekte und mentale Probleme wie Altersdemenz statistisch bereinigt. Das Sterberisiko bei den Teilnehmern mit schlechtem Leseverständnis lag aber immernoch um 25% höher als bei der Personengruppe, die alle Antworten richtig gegeben hatten.

Als Schlußfolgerung wurde festgestellt, dass 1/3 der älteren Menschen Schwierigkeiten hatten die medizinischen Informationen zu lesen und auch zu verstehen. In der Folge war ein schlechtes Leseverständnis mit einem höheren Sterberisiko verbunden. Das Fazit: Die Informationen auf den Beipackzetteln der Medikamente sollten gezielter auf die Anforderungen und Möglichkeiten älterer Menschen angepasst werden, mitunter einfacher und verständlicher beschrieben werden.
 
 

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